Seitenweise Frauenpower | Buchclub No. 2

Gerade erst schrieb ich über meine Liebe zum Print. Diese Beziehung

will natürlich gepflegt werden und so landen Monat für Monat immer wieder neue Magazine und Bücher in meinem Lesefundus. Und ja, im Vergleich zu einem kostenlosen Blog sind viele Magazine ein teures Vergnügen. Warum ich trotzdem fest an die traditionsreiche Printlektüre glaube, erzähle ich HIER.

Nun komme ich aber mal zum Punkt. Auch in letzter Zeit hat sich wieder einiges an wunderbarem Lesestoff angesammelt, den ich wärmstens empfehlen kann.

Das große Los

Das erste Buch habe ich größtenteils im heimischen Garten, gebettet im Liegestuhl, verschlungen. „Das große Los“ ist der Bericht von Meike Winnemuths Weltreise. Durch einen Auftritt bei „Wer wird Millionär?“ finanzierte sie sich 2011 ihren Traum und erkundete die verschiedensten Orte der Welt - 12 Städte in 12 Monaten lautet der Plan. An jedem Stopp schrieb sie einen langen Brief mit Erzählungen und Gedanken an Freunde, die sie gesammelt im Buch veröffentlichte. So wurde es auch für mich zu einer unverkennbar persönlichen Reise an faszinierende Orte wie Honolulu, Tel Aviv und Havanna, ohne dass ich den Liegestuhl verlassen musste.

Lektüre, die das Fernweh und Träumen weckt.


Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

Von einer Powerfrau zur nächsten: Coco Chanel könnte man als Feministin der ersten Stunde bezeichnen. Ihr Name ist aller Welt ein Begriff, doch welche Biografie dieser verbirgt, ist den meisten unbekannt. Einem Teil ihrer Lebensgeschichte hat sich die Autorin Michelle Marly angenommen und zu einem berührenden wie mitreißenden Roman verarbeitet. Die Geschichte beginnt mit einem schweren Schicksalsschlag Cocos, die ihren Geliebten Boy Capel durch einen Autounfall verliert. Zu dem Zeitpunkt ist sie bereits erfolgreiche Modeschöpferin und Karrierefrau und so beschließt sie, ihrer Trauer und der innigen Verbindung mit einem ganz besonderen Parfum Ausdruck zu verleihen. Auf der Suche nach der perfekten Formel findet sie zunehmend zurück ins Leben und zur Liebe. Ein spannender Einblick in ihr Leben voller Leidenschaft, Stil und dem berühmten Chanel No. 5.


Libertine

Dass Seitenzahlen nicht den Inhalt definieren, zeigt das Gesellschaftsmagazin Libertine. In der aktuellen Ausgabe wird alles rund um das Thema Glück außergewöhnlich gehaltvoll hinterfragt. Nicht nur die ausführlichen und doch kurzweiligen Artikel machen das unabhängige Magazin besonders, sondern auch das moderne und klare Layout auf dickem, hochwertigem, mattem Papier lassen mein Print-Herz höher schlagen. Nach dem Schmökern also perfektes Coffeetable-Decoration-Material ;) Dazu noch beeindruckend: Hinter diesem Druckerzeugnis steckt kein großer Verlag. Juliane Rump ist die herausgebende Chefredakteurin und hat sich mit Libertine den Traum von einem Magazin mit freiem Geist und fern ab von eingefahrenen Rollenmustern und Stereotypen erfüllt. Ganz sicher kein 08/15 Frauenmagazin!


Good Night Stories for Rebel Girls

Es waren einmal zwei Frauen, die Gutenachtgeschichten nicht mehr von Prinzessinnen, sondern von neugierigen Entdeckerinnen, klugen Forscherinnen und kreativen Genies handeln lassen wollten. Heraus kam das erfolgreichste Buchprojekt in der Geschichte des Crowdfundings. 100 außergewöhnliche Biografien von Frauen in allen Ländern, zu allen Zeiten wurden liebevoll zusammengetragen und von ebenso passionierten Künstlerinnen illustriert. Die reinste Freude, darin zu stöbern, zu schmökern und zu staunen. Mittlerweile ist auch schon Teil 2 mit noch mehr inspirierenden Geschichten auf dem Markt.

Und wie es sich für einen Buchclub gehört, freue ich mich natürlich auch über Empfehlungen und eigene Meinungen. Bis dahin wünsche ich vergnügliche Stunden … Seite für Seite.